Etwas verspätet möchten wir euch noch den Blog von Assistenztrainer Stephan Frost präsentieren, welcher in der Hektik des Saisonabschlusses untergegangen ist.
Liebe Mitleidenden,
so eine stürmische Saison hat vor allem ein Gutes. Man erfährt auf wen man sich felsenfest verlassen kann, wer wankt, wer anpackt oder wer jammert. Doch der Reihe nach.
Als mir Tino vor der Saison unser Budget mitteilte, gab es die einfache Antwort von mir – “Lass es sein“. Klar kann man damit um den Klassenerhalt kämpfen, aber die Erwartungen des Umfeldes werden einen Orkan entfachen. Ganz nebenbei müssen wir aus einem “Verein” endlich ein Wirtschaftsunternehmen machen, das nicht nur ausgibt, was es einnimmt, sondern auch seine Prozesse kennt und sowohl das Sportliche wirtschaftlich als auch das Wirtschaftliche sportlich steuern kann. Tino, um das zu machen, müssen wir verrückt sein. Naja, wir sind auch „basketballverrückt!“
Es begann die Sturmfahrt und unsere Bounty stach in See. Wie es in solchen Wetterlagen üblich ist, wurde viel manövriert. Der eine dazu, der andere weg und es dauerte lange, bis jeder wusste, was er bei seiner persönlichen Windstärke 12 zu tun hatte, sogar auf der Brücke mussten wir noch ergänzen. Als wir dann im Dezember endlich um das Kap Hoorn herum waren, klarte sich das Wetter in rasender Geschwindigkeit auf und eine Meuterei war auch bald nicht mehr in Sicht. Die letzte schwere Passage war dann bei Osnabrück. Obschon die Brotfrüchte längst umgetopft waren, liefen wir mit unserem Bus auf Grund. Doch starke Helfer beseitigten den Golf Kombi und wir waren frei für die Fahrt in den Heimathafen und ein neues Abenteuer in der Pro-A 2010/11. Wobei es vorher noch mittels unserer Sponsoren gilt, auch für dieses Abenteuer wieder klar Schiff zu machen.
Das Ankermanöver haben wir bestanden und konnten somit gemeinsam die Heimkehr im Volksbad feiern. Unsere Hoffnung, in einer brodelnden Halle dem Erzrivalen aus Chemnitz ein Schnippchen zu schlagen und ihnen im Derby den Wind aus den Segeln zu nehmen, hat sich erfüllt. Ein Dank und ein Hoch auf alle Sturmfahrer!
Euer zweiter Leutnant zur See Stephan Frost










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